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| Genuss mit Köpchen - Tipps aus dem Spargelland NRW |
Jetzt ist er wieder in aller Munde: der Spargel. In Nordrhein-Westfalen, Deutschlands zweitgrößtem Spargelland, wird deswegen wieder gestochen, was das Zeug hält - vor allem am Niederrhein, im Münsterland, in der Region Teutoburger Wald sowie im Vorgebirge zwischen Köln und Bonn. Wer in NRW "Spitzengenuss" sucht, der findet die passenden Angebote derzeit nicht nur auf diversen Speisekarten, sondern auch in den Veranstaltungskalendern: Wir haben den NRW kulinarisch-Köchen in die Töpfe geschaut und geben ein paar genussvolle Tipps.
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Was NRW-kulinarisch-Köche aus Spargel zaubern
Dass man Spargel nicht nur traditionell sondern auch trickreich und trendy zubereiten kann, beweisen in dieser Saison wieder die Küchenchefs der NRW Kulinarisch Betriebe:
Auf der Spargelkarte der Duisburger Schifferbörse finden sich leckerbissen wie "Filet vom heimischen Zander im Landschinkenwickel mit Zitronen-Krabben-Buttersauce, Petersilienkartoffeln und buntem Spargelsalat ". Und Eickhoffs Landgasthof im sauerländischen Lennestadt etwa kombiniert frischen Stangenspargel mit Peperonata und gebratenen Jakobsmuscheln oder Lammkotelettes mit frischem Stangenspargel, Olivenölcoulis mit Tomaten und mit Rübstielkartoffeln. Das Schnabuleum in Monschau gibt auch zum Saisongemüse immer seinen (hausgemachten) Senf dazu: Auf der Karte finden Feinschmecker etwa Spargelconsommé mit Bärlauch-Geflügelravioli oder einen Eifeler Bauernsalat vom gebratenen grünen Spargel an Honig-Mohn-Senf-Dressing mit Bio-Ziegenfeta.
Original Walbecker Spargel wird auch in der Brasserie"Next Level" im Kameha Grand Bonn aufgetisch. Küchenchef Jört Stricker kombiniert ihn zeitgemäß, kein Wunder in dem ungewöhnlichen lifestyle-Ambiente des Design-Hotels.
Und Erika Bergheim vom Gourmetrestaurant Nesselrode im Schlosshotel Hugenpoet serviert ihr spezielles Spargel-Gericht mit Loup de Mer.
Wer selbst den Löffel schwingen will, findet in unser Rezeptdatenbank zahlreiche Anregungen zum Nachkochen.
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Genuss "erfahren " auf der Spargelstraße NRW
Auf eine nicht nur virtuelle Genussreise können die Besucher auch auf der Spargelstraße NRW gehen. Auf der Homepage der Vereinigung, die mittlerweile knapp 150 Betriebe umfasst, erfahren die Besucher nicht nur, auf welchen Höfen sie erntefrischen Spargel kaufen und kosten können, sondern auch Interessantes über das gesunde Gemüse und über Aktionen.
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Mit dem Fahrrad zum Spargelgenuss
Im Paderborner Land können sich Spargelfreunde mit einem GPS-Navigationsgerät von Spargelhof zu Spargelhof leiten lassen und dabei das königliche Gemüse in all seinen Facetten kennen lernen. Die Tagestour auf der Spargelroute beginnt entweder in Paderborn oder Delbrück und ist rund 65 oder 32 Kilometer lang. Je nach Startpunkt liegen neun oder sieben Anbaubetriebe an der Strecke, in denen Radfahrer neben Spargel oft auch Erdbeeren und andere ländliche Erzeugnisse erwerben können. Ein Betrieb bietet eine Hofführung mit Informationen zum Spargelanbau und anschließendem Spargelessen an. Die GPS-Daten stehen unter www.paderborn.de/radfahren zum Download bereit. Wer kein eigenes GPS-Gerät besitzt, kann es bei der Tourist Information Paderborn (Tel. 05251/882980) mieten.
Schon seit über 20 Jahren wird auf dem Hof Lütke Laxen in Münster-Gelmer Spargel angebaut. In der Saison wird der frische Spargel täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr im eigenen Hofladen verkauft und ist auch fertig geschält und abgepackt erhältlich. Jeden Samstag, Sonntag und Feiertag von 11.30 bis 20.00 Uhr wird in der Scheune Spargel „zum Satt essen“ und nachmittags Kaffee und selbstgebackenen Kuchen angeboten. Außerdem kann der Spargel auch online bestellt werden und wird dann frisch nach Hause geliefert.
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Spargelstangen in Vitrinen
Wie kam der Spargel nach Deutschland, wie wächst er, welche Bedeutung hat er in der Medizin, wie wird er geerntet und wie schmeckt er am besten? Antworten auf diese und andere Frage erhalten die Besucher in einem eigenen Museum, das auch zur Spargelstraße NRW gehört: Für vier Monate, von April bis Juli, öffnet das Vestische Spargelmuseum von Bauer Südfeld im Spargeldorf Scherlebeck in Herten jedes Jahr die Tore. Exponate wie Urgroßmutters Spargelzange lassen hier Geschichte lebendig werden. Natürlich kommt auch hier der Geschmack nicht zu kurz: Nebenan im Hofladen können die Besucher auch gleich erntefrischen Spargel kaufen (www.spargelmuseum-nrw.de).
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Spargelschnaps aus Walbeck
Das Spargeldorf Walbeck ist im Übrigen nicht nur durch die vielen Spargelhöfe und durch seinen prachtvollen Umzug mit der Spargelprinzessin bekannt, sondern bringt Spargelfreunde auch auf ganz besondere Weise auf den Geschmack. Mit einem Spargelschnaps, dem Walbecker Spargeltröpfchen, ein edler Weizenkorn, mild gebrannt und sorgfältig destilliert. Dieser Schnaps ist sogar gesund, denn die zwei Spargelstangen in der Flasche sondern die Vitamine A, C und D ab. Das ausgefallene Geschenk in der attraktiven Flasche mit 0,5 Liter Inhalt und 32% Vol wird von einer kleinen Brennerei in Handarbeit hergestellt und ist ausschließlich in Walbeck oder im Walbecker Online-Shop zum Preis von 14,50 Euro erhältlich.
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Die Spargelkönigin bittet zu Tisch
Mit über 20 Spargelhöfen und einer Spargelanbaufläche von gut 400 Hektar ist der Sassenberger Stadtteil Füchtorf das Spargeldorf des Münsterlandes. Dort lädt eine königliche Hoheit ein: Die Pauschale "Die Spargelkönigin bittet zu Tisch" beinhaltet ein opulentes Spargelessen und die Besichtigung eines Spargelhofes, verbunden mit einer Radtour auf Mieträdern und einem abschließenden Kaffeetrinken für 35 Euro pro Person.
Weitere Infos:
Verkehrsamt Sassenberg Postfach 12 40 48331 Sassenberg Tel.: (02583) 309 - 0 Fax: (02583) 309 - 8800 stadt(at)sassenberg.de
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| Was Sie schon immer über Spargel wissen wollten... |
Die Geschichte des "Weißen Goldes"
Es wird berichtet, dass Grabfresken von gebündeltem Spargel schon in den Grabkammern der Pharaonen in Ägypten (ca. 5000 v.Chr.) gefunden wurden. In Griechenland wird der wilde, grüne Spargel erstmals heilkundlich von Hippokrates (ca. 460-370 v. Chr.) erwähnt. Geschätzt wurde er vor allem wegen seiner harntreibenden Wirkung. Die erste nachweisliche Kultivierung und den ersten gartenbaulichen Anbau von Spargel finden wir bei den Römern. An der wohlschmeckenden Pflanze erfreute sich damals vor allem der wohlhabende römische Adel.
Später wurde er vor allem in Klöstern und von Apothekern angebaut und als Heilpflanze genutzt, im 17. Jahrhundert hielt der Spargel in den europäischen Fürstenhäusern Einzug, aber erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts schlug die Geburtsstunde des Bleichspargels – also des uns heute bekannten weißen Spargels.
Heute sind die langen Stangen zur Nummer Eins des deutschen Gemüsesortiments geworden. Allein in Nordrhein-Westfalen bauen 475 landwirtschaftliche Betriebe auf etwa 4.000 Hektar Spargel an. Das entspricht etwa einem Fünftel der 22.000 Hektar Spargelanbaufläche in Deutschland. Damit liegt dieses Bundesland nach Niedersachsen auf Platz Zwei in der Bundesrepublik. Die Haupternte findet im Mai und Juni statt. Am Johannistag, dem 24. Juni, ist wieder alles vorbei, damit die Pflanzen ausreichend Zeit zur Verfügung haben, um sich wieder zu erholen.
Weitere Infos und Adressen von Spargelanbauern in NRW finden Sie in der Rubrik "NRW kulinarisch Betriebe, aber auch unter www.landservice.de und unter www.spargelstrasse-nrw.de oder beim Verbraucherservice-Telefon der Landwirtschaftskammer unter 0251 / 2376-444 . Infos Tipps und Rezepte hat die Landwirtschaftskammer auch im Netz bereit gestellt.
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